Nachhaltig

Nachhaltig bedeutet für mich im Beruf und im Alltag bewusst handeln, hinsehen, Fragen stellen – für eine Zukunft mit gesunder und grüner Lebensqualität.

 

Auf beruflicher Ebene stelle ich mir deshalb die Fragen:

Wer ist mein Klient? Welche Werte vertritt er? Wie weit reist das Druckprodukt bis zu mir? Welche Druckverfahren und Farben werden verwendet? Welche Druckauflage ist tatsächlich realistisch? Wo kommt mein Strom her? Benötige ich die gerade zusätzlich laufenden Elektrogeräte? Lichter? Wie heize ich mein Büro? Wo beziehe ich meine Arbeitsutensilien? Aus welchem Material bestehen sie? Gibt es ökologischere Alternativen? Welche Transportmittel nutze ich um meinen Klienten zu treffen?

 

Privat stelle ich ähnliche Fragen und ergänze sie besonders in der Versorgung meiner Familie:

Wie nachhaltig bin ich mit mir selbst und meiner Gesundheit? Bewege ich mich genug, um auch für meine Berufung da sein zu können? Woher kommen unsere Lebensmittel? Ist manchmal Regional besser als Bio? Welcher Ressourcenverbrauch steckt hinter meinem Lieblingsgemüse? Wo bekomme ich unverpackte Nahrungsmittel? Großeinkauf mit Fahrrad – was kann ich tun um das möglich zu machen? Neukäufe oder doch Second-Hand?

 

Grundlegende Antworten habe ich für mich in einer permakulturellen Arbeitsweise gefunden – kombiniert mit Alltagsideen wie selbstgemachten Naturfarben gehe ich Schritt für Schritt meinen Weg der Nachhaltigkeit.


Permakulturelle Arbeitsweise. Eine Vision.

Permakultur – was ist das?

 

Der Begriff stammt aus der Landwirtschaft und ist zusammengesetzt aus den Begriffen "permanent" und "agrikultur". Der permanente Anbau. Bereits seit den 70er Jahren forschen Landwirte weltweit an einer, der modernen Zeiten angepassten, naturgerechten Anbauweise, welche zum einen auf chemische Spritz- und Düngemittel verzichtet. Zusätzlich verfolgt die Forschung das Ziel, den Boden fruchtbar zu halten, da der Großteil unserer aktuellen Art der Landwirtschaft zur Austrocknung und Verwüstung unseres Planeten führt.

 

Als begeisterte Gärtnerin und teils Selbstversorgerin war ich neugierig. Ich wollte mehr dazu erfahren und besuchte ein Seminar – Permakultur im Hausgarten. Eine Woche buddeln, lernen, diskutieren. Je mehr wir uns darüber austauschten, desto mehr wurde mir bewusst: wir reden hier garnicht über den Garten, das betrifft mein Leben!

 

Warum saugen wir etwas so lange aus, bis es keinen Ertrag mehr bringt? Der Feldboden. Ich.

Weshalb wirtschaften wir so einseitig, das Unausgeglichenheit entsteht? Der Nährstoffgehalt. Mein Sitzplatz-Job.

 

Floskeln wie "Endlich Wochenende!", "Gott sei dank habe ich bald Urlaub …" und "Das mach ich wenn ich in Rente bin." begannen plötzlich eine ganz neue Gewichtung zu bekommen. Weshalb gestalte ich mir nicht ein ganzheitliches Arbeitsleben? Ein Arbeitsalltag, der keinen Urlaub oder gar die Rente bedarf. 

 

Meine Vision: einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag, der mich gesund, lebendig und kreativ hält.


Farbe aus dem Gemüse-Garten

Zwiebelschalen, Rote Bete, Blaukraut – in jedem Haushalt bekannt und ein wunderbar ökologisches Mittel um Farbe aufs Blatt oder zu Ostern aufs Ei zu bekommen. Wer Lust hat Farbe selbst herzustellen, findet hier ein Beispiel meines liebsten Färbergemüses: der farbintensiven Rote Bete!

Du brauchst:

- Gummihandschuhe

- Kleidung die verschmutzt werden kann

- Küchenreibe

- altes Geschirrtuch

- etwas Wasser 

 

So wird's gemacht:

Rote Bete ist wohl die hartnäckige unter den Färberpflanzen, deshalb rate ich, die Handschuhe von Anfang bis Ende anzubehalten. Sie wird auf einer Küchenreibe fein geraspelt und anschließend auf ein altes Geschirrtuch gegeben. Gib einen Esslöffel Wasser dazu und verschließe das Tuch. Presse jetzt den Inhalt des Tuches sorgfältig in einer Schüssel aus. Nun hast du den Farbsaft, den du auf verschiedene Weise weiterverwenden kannst.

 

Zum Stempeln oder Malen:

Je nach Menge des Farbsafts kannst du etwas Mehl zum andicken der Farbe dazu geben. Wenn du möchtest das die Farbe glänzt, mische noch etwas rohes Ei unter.

 

Zum Färben von Eiern:

Verrühre eine Tasse Farbsaft mit einem halben Liter Wasser und erhitze ihn in einem Topf. Der Sud sollte nicht kochen. Wenn die Flüssigkeit warm genug ist, kannst du den Topf vom Herd ziehen und vorsichtig die bereits hart gekochten Eier in den Sud legen. Sie sollten komplett mit Flüssigkeit bedeckt sein, um auch rundum farbig zu werden. Die Intensität der Farbe bestimmst du durch die Zeit die die Eier im Farbsud verbringen. Du kannst sie für mehrere Stunden oder sogar über Nacht im Wasser liegen lassen.